Vergütung und Förderung
Vorabinformation
Neue dynamische Einspeisevergütungen ab 2027
Wichtige Information für alle Stromproduzenten, Prosumer und Installateure
Der Schweizer Bundesrat hat am 27. Mai 2026 die Teilrevision der Energieverordnung (EnV) verabschiedet. Auf dieser rechtlichen Grundlage gilt ab dem 1. Januar 2027 schweizweit ein neues Vergütungsmodell: Die Einspeisevergütung wird künftig stundengenau an den dynamischen Spotmarktpreis (EPEX) gekoppelt.
Wir haben die betroffenen Anlagenbetreiber in unserem Versorgungsgebiet bereits mit einem Informationsschreiben über diese Änderungen informiert.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Stundengenaue Abrechnung: Eingespeister Strom wird zum jeweils gültigen Börsenpreis der entsprechenden Stunde vergütet.
- Risiko negativer Preise: Bei Überproduktion, insbesondere an sehr sonnigen Tagen, können an der Strombörse negative Preise entstehen. In diesen Stunden kann die Einspeisung zu Kosten führen.
- Frühzeitig handeln: Maximieren Sie Ihren Eigenverbrauch. Möglichkeiten hierfür sind beispielsweise der Einsatz eines Energiemanagementsystems (EMS), die Installation eines Batteriespeichers, die Gründung einer Eigenverbrauchsgemeinschaft (EVG/ZEV/LEG) oder die Parametrierung auf Nulleinspeisung.
Wichtige Hinweise zum aktuellen Stand
- Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um eine Vorabinformation handelt.
- Da noch nicht alle gesetzlichen Vorgaben und Verordnungen der Bundesbehörden vollständig vorliegen, arbeiten wir die konkreten Umsetzungsmodalitäten und Vergütungskurven für das Jahr 2027 aus, sobald die entsprechenden Grundlagen verfügbar sind.
- Detaillierte Informationen werden wir Ihnen voraussichtlich ab Oktober 2026 auf unserer Website zur Verfügung stellen können.
Physikalische Energie
Die in unser Verteilnetz eingespeiste physikalische Energie aus erneuerbaren Erzeugungsanlagen (EEA) bis zu einer installierten Leistung von 3 MW wird von der a.en im Rahmen der gesetzlichen Abnahme- und Vergütungspflicht verlässlich abgenommen (Art. 15 EnG).
Die Höhe der Rückvergütung basiert auf den eidgenössischen Bestimmungen:
- Laufendes Vergütungsjahr: Die Einspeisevergütung basiert auf dem quartalsweise durch das Bundesamt für Energie (BFE) ermittelten Referenzmarktpreis. Für Klein- und Mittelanlagen bis 150 kW greift zum Investitionsschutz die gesetzliche Minimalvergütung.
- Ab 1. Januar 2027: Gesetzlich vorgeschriebene Umstellung auf die dynamische Einspeisevergütung (Spotmarktpreis EPEX, ergänzt um die bundesrechtliche Mindestvergütungsprämie für Erzeugungsanlagen bis 150 kW).
Herkunftsnachweise (HKN) / Ökologischer Mehrwert
Produzentinnen und Produzenten, die erneuerbare Elektrizität erzeugen und ins Netz einspeisen, können Herkunftsnachweise (HKN) für den ökologischen Mehrwert ausstellen lassen.
Für Verteilnetzbetreiber besteht keine gesetzliche Pflicht zur Abnahme der HKN. Die a.en bietet Ihnen jedoch die freiwillige Vergütung des ökologischen Mehrwerts zu den offiziell publizierten Tarifen an. Alternativ steht es Ihnen frei, Ihre HKN direkt am Markt oder an Dritte zu verkaufen.
Hinweis zu Fördermodellen: Anlagen im alten Einspeisevergütungssystem (EVS / KEV) des Bundes treten den HKN vollumfänglich an Pronovo ab. Anlagen mit regulärer Einmalvergütung (KLEIV / GREIV) sind hiervon nicht betroffen und können frei über ihren HKN verfügen.
Voraussetzungen für die HKN-Übernahme durch a.en:
- Die Anlage ist amtlich beglaubigt und im Register der Pronovo AG aufgeschaltet.
- Im Pronovo-System ist ein aktiver automatischer Dauerauftrag für den Transfer der HKN auf das Händlerkonto der sbo (bzw. a.en) eingerichtet.