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Qualität

Trinkwasserqualität

Die Qualität des Trinkwassers wird regelmässig durch chemische und bakteriologische Untersuchungen überwacht. Kontrolliert wird das Trinkwasser mindestens einmal jährlich durch den kantonalen Trinkwasserinspektor, monatlich durch ein beauftragtes externes Labor sowie wöchentlich durch die a.en selber. Die Trinkwasserversorgung von Olten ist seit dem Jahr 1999 durch den Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) qualitätszertifiziert (und nach-auditiert).

Die letztmalige Betriebskontrolle inkl. Probeentnahmen und -untersuchungen durch den kantonalen Trinkwasserinspektor erfolgte am 23./24. Oktober 2019 und zeigte eine einwandfreie Qualität. Untenstehend finden Sie beispielhaft die Resultate der Wasserproben aus den Gheid-Pumpwerken B und C. (Die Pumpwerke II und III waren zum Zeitpunkt der Kontrolle infolge Revisionsarbeiten nicht in Betrieb.)

Chlorothalonil

Trinkwasser uneingeschränkt geniessbar

Bei den im Grund- / Trinkwasser gemessenen Rückständen handelt es sich um Abbauprodukte seit Jahrzehnten eingesetzter Pflanzenschutzmittel, so genannter Mataboliten. Diese sind wasserlöslich und gelangen durch die Böden ins Grundwasser. Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel; es gilt "Null-Toleranz", d.h. der Höchstwert für gemessene Metaboliten liegt bei 0.1 μg/l (Mikrogramm pro Liter). 

Im Sommer 2019 wurde der Metabolit Chlorothalonil-Sulfonsäure (R417888) als relevant eingestuft. Die untersuchten Wasserproben aus dem Gheid-Grundwasser liegen, unter Berücksichtigung der Messunsicherheit der analytischen Methode, knapp unter dem Höchstwert. Seit 2020 gelten sämtliche Chlorothalonil-Metaboliten als relevant. Analytisch feststell- und messbar ist zusätzlich der Metabolit R471811, dessen Wasserproben deutlich über dem Höchstwert liegen. Eine Gesundheitsgefährdung besteht gemäss dem zuständigen Bundesamt nicht; das Trinkwasser ist weiterhin uneingeschränkt geniessbar.

Das Pestizid wurde jahrzehntelang legal zum Pflanzenschutz eingesetzt. Seit diesem Jahr ist der Einsatz verboten. Es wird jedoch Jahre dauern bis das Grundwasser nicht mehr belastet ist. Eine Methode zur "Filterung" gibt es nicht. Kurzfristige Massnahmen, wie das Verdünnen des Wassers mit Wasser aus anderen möglichen Wasserfassungen, sind wenig nachhaltig bzw. vielerorts nicht mehr möglich, da sämtliche relevanten Grundwasservorkommen im Kanton Solothurn betroffen sind.

Die Wasserversorgungen sind mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Die a.en wird ihren bisherigen, vorsorglichen Grundwasserschutz fortsetzen und die Zusammenarbeit mit dem Kanton und anderen Wasserversorgungen zugunsten der Trinkwasserqualität verstärken.

Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Selbstkontrolle wird das Trinkwasser neu auch regelmässig auf die Metaboliten Chlorothalonil R417888 und R471811 untersucht. Untenstehende Tabelle zeigt die Mittelwerte der bisher erfolgten Messungen.

  PW 2 - Gheid Olten * PW B - Gheid Olten PW Dellen - Trimbach **
Chlorothalonil-Sulfonsäure R417888 in µg/l 0.074 0.113 0.038
Chlorothalonil R471811 in µg/l 0.420 0.683 0.28

*) Infolge Revisionsarbeiten bis ca. März 2020 ausser Betrieb.
**) Not-Pumpwerk; derzeit nicht in Betrieb.

Nitratkommission Gäu-Olten

Neue Erkenntnisse zur Trinkwasserqualität und zur Verweildauer des Grundwassers

Anlässlich einer Medienorientierung vom 11. August 2014 zeigt die Nitratkommission zusammen mit den Universätiten Neuchâtel und Bern, wieso die Nitratwerte langsamer sinken als angenommen: Bislang wurde das Alter des Grundwassers mit 6 Jahren angenommen, die Untersuchung zeigt 30 Jahre. Die Nitratkommission wird ihr Engagement deshalb weiterführen.

Nitratkommission Gäu-Olten

Das Oltner Trinkwasser weist 2019 einen Nitratgehalt von durchschnittlich 26 mg/l auf. Der Toleranzwert liegt bei 40 mg/l. Zusammen mit anderen Wasserversorgungen, Vertretern der Landwirtschaft und dem kantonalen Amt für Umwelt setzt sich die a.en in der Nitratkommission Gäu-Olten dafür ein, längerfristig wieder einen Nitratgehalt von unter 25 mg/l zu erreichen.

Wasserhärte

Eine gute Waschmitteldosierung ist abhängig von der Wasserhärte. Auf jeder Waschmittelpackung sind Hinweise für die richtige Dosierung aufgeführt. Dazu muss die Härte des verwendeten Wassers bekannt sein. Es werden folgende Härtebereiche unterschieden:

00° - 07° fH sehr weiches Wasser
07° - 15° fH weiches Wasser
15° - 25° fH mittelhartes Wasser
25° - 32° fH ziemlich hartes Wasser
32° - 42° fH hartes Wasser
über 42° fH sehr hartes Wasser

Die Wasserhärte in Olten und Trimbach beträgt ca. 32 - 36° fH.

Tipps Trinkgenuss

  • Trinkwasser vor dem Geniessen immer etwas vorlaufen lassen, insbesondere nach längerem Nichtgebrauch von Wasserhahnen. Dadurch wird das "stehende" Wasser in den Armaturen und Hausinstallationen verworfen.
  • Auch nach Ferien oder beim Wiederbezug von Ferienhäusern ist es ratsam, die Wasserhahnen gründlich nachzuspülen.
  • Trinkwasser soll möglichst frisch ab dem Wasserhahnen konsumiert werden, so schmeckt es am besten.
  • Trinkwasser ist ein Naturprodukt, welches viele Mineralien enthält. Ernährungsberater empfehlen, 1.5 Liter Wasser pro Tag zu trinken.

Tipps Kalkablagerung

  • Warmwassertemperatur auf 60°C reduzieren

  • Vermeiden von Wasserstagnation: Beziehen Sie regelmässig aus allen Wasserhahnen Wasser. In Ferienwohnungen spülen Sie nach längerem Nichtbenutzen am Besten zu Beginn alle Leitungen gut durch. Zuerst alle Kaltwasserhahnen, dann alle Warmwasserhahnen.

  • Waschmaschine: Beachten Sie die wasserhärteabhängige Dosierungsangabe auf der Verpackung, dosieren Sie die richtige Waschmittelmenge - weiches Wasser braucht weniger Waschmittel.

  • Geräteentkalkung: Entkalken Sie die Geräte gemäss den Herstellerangaben: Kaffemaschinen: Benutzen Sie das vom Hersteller empfohlene Enthärtungsmittel. (Putz-)Essig als Entkalker ist oft zu scharf. Geschirrspüler: Entkalkungsmittel sind überflüssig. Ionenaustauscher sind in allen Geräten eingebaut, deshalb muss auch regelmässig Salz zugefügt werden.

  • Kalkablagerungen auf Armaturen und Plättli lassen sich bestens mit verdünntem Putzessig entfernen. Wartung: Eine regelmässige

  • Wartung durch den Sanitär hilft, Reparaturkosten zu sparen.

  • Tee-Tipp: TeeliebhaberInnen schätzen weiches Wasser. Aber auch hartes Wasser lässt sich mit einem kleinen Trick gut für die Teezubereitung verwenden: Man lässt das Wasser einfach zwei bis dreimal im offenen Kessel aufwallen.Dabei setzt sich der Kalk ab. Mineralwasser sollte zur Teezubereitung nicht verwendet werden, da es einen höheren Anteil an geschmackstörenden Salzen enthält. Trinkwasser ist das beste.