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Tipps

Tipps und Tricks

Der Energieverbrauch im Haushalt ist abhängig von der Haushaltsgrösse, dem einzelnen Geräteverbrauch und dem individuellen Nutzerverhalten. In unserem kleinen Energiesprarbrevier erfahren Sie mehr über Ihren Energieverbrauch. Lassen Sie sich von den einfachen Tipps verblüffen. Sie werden staunen, welches Potenzial im effizienten Gebrauch von Elektrogeräten und Co. steckt!

Stromsparmythen

Irrtümer rund ums Energiesparen

Stromsparen macht Sinn. Doch welche Ratschläge zur Reduktion des eigenen Energieverbrauchs taugen tatsächlich? Unsere Intuition verleitet uns oftmals zu Trugschlüssen, und im Volksmund halten sich hartnäckige Irrtümer.

Wer von Hand abwäscht, spart Strom.

Moderne Geschirrspülmaschinen verbrauchen weniger Warmwasser und damit weniger Strom als das Abwaschen von Hand. Ist die Geschirrspülmaschine voll, lohnt es sich also, diese einzuschalten. Bei wenig Geschirr ist das Spülen von Hand energieschonender.

Wasserkocher statt Elektroherd.

Tatsächlich sind Wasserkocher schneller und sparsamer als der Kochherd. Energetisch lohnt es sich trotzdem nicht, das Wasser separat damit aufzukochen und es umzugiessen, weil zusätzlich auch Pfanne und Kochfeld erhitzt werden müssen.

Bildschirmschoner schonen den Verbrauch.

Ursprünglich verhinderten Bildschirmschoner, dass sich auf alten Röhrenbildschirmen ein Bild einbrennt. Hartnäckig hält sich die falsche Idee, sie würden auch den Stromverbrauch senken. Ein PC mit laufendem Bildschirmschoner verbraucht aber deutlich mehr Energie als ohne. Bei Nichtgebrauch sollte der PC in den Ruhezustand versetzt oder ganz ausgeschaltet werden.

Das Gefrierfach regelmässig abtauen.

Die Annahme, dass Eis im Gefrierfach den Energieverbrauch in die Höhe treibt, ist falsch. Erst wenn es das Schliessen der Türe behindert und dadurch Luft eintritt, entsteht ein Mehrverbrauch. Da das Abtauen zusätzliche Energie benötigt, sollte man damit zuwarten, bis der Tiefkühler nicht mehr sauber schliesst oder das Eis lästig wird.

Den Kühlschrank rasch schliessen.

Wer die Kühlschranktüre lange offen lässt, dem wird vorgeworfen, Strom zu verschwenden. Das ist ein alter, aber kaum wirksamer Einwand. Indem man den Kühlschrank rasch wieder schliesst, wird nur geringfügig Energie gespart. Viel wichtiger ist es, keine warmen Esswaren in den Kühlschrank zu stellen.

Die aktuellen Fragen

Hier werden (Verständnis-) Fragen rund ums Thema Energie (-sparen) beantwortet.

Was ist ein Pflichtlager für Strom?

Der Bundesrat schreibt für lebenswichtige Güter Pflichtlager vor. Beispiele sind Lebensmittel, Saatgut, Dünger, Brenn- und Treibstoffe oder Medikamente. Beim Strom gab es bisher kein Pflichtlager. Einerseits lässt sich Strom schlecht speichern, andererseits konnte die Schweiz bisher Strom problemlos importieren, wenn sie davon im Winter zuwenig hatte. Wegen des fehlenden Stromabkommens mit der EU könnte der Stromimport nun aber zeitweise verunmöglicht werden. Der Bund plant deshalb, die Betreiber von Stauseen zu verpflichten, im Winter in ihren Stauseen Wasser zurückzuhalten und es erst bei einem drohenden Mangel zu turbinieren. Das Strrompflichtlager ist also in Stauseen gespeichertes Wasser. Zur Deckung der "Winterlücke" würde dies allerdings nicht reichen.

Was ist die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe entzieht der Umwelt (Luft, Boden) mithilfe von Strom Wärmeenergie, bringt diese auf eine höhere Temperatur und heizt damit das Haus. Die Effizienz einer Wärmepumpe kennzeichnen zwei Kennwerte:

Leistungszahl (Coefficient of performence, COP)
Verhältnis zwischen Heizleistung und aufgenommener elektrischer Leistung bei einem bestimmten Betriebspunkt (gemessen im Labor).

Jahresarbeitszahl (JAZ)
Verhältnis zwischen produzierter Heizenergie und aufgenommener elektrischer Energie (gemessen über ein ganzes Jahr). Die JAZ ist also auch von Wetter und Benutzerverhalten abhänging.

Lohnt es sich, das Licht für kurze Zeit auszuschalten?

Betrieb ohne Nutzen ist grundsätzlich zu vermeiden. Dies gilt auch für das Licht. Qualitativ gute Leuchtmittel sind schaltfest, so dass sie durch häufiges Ein- und Ausschalten nicht leiden. Dass ein Leuchtmittel beim Einschalten viel mehr Strom verbraucht, ist ein Ammenmärchen und hat schon früher nicht gestimmt.

Was ist Energieautarkie?

Ein Land, das ohne Import von Energie auskommt, ist energieautark. Es versorgt sich ausschliesslich mit Primärenergieträgern, die im Inland verfügbar sind, und zwar nicht gemittelt über ein Jahr, sondern zu jedem Zeitpunkt. Die Schweiz ist zu etwa 80 Prozent von Energieimporten abhängig, insbesondere von Erdölprodukten, Erdgas und Kernbrennstoffen.

Ist Kochen mit Induktion gefährlich?

Mit Induktionskochherden kann schnell und energiesparend gekocht werden. Die zum Kochen benötigte Wärmeenergie wird durch schwingende Magnetfelder erzeugt. Ein Gesundheitsrisiko ist nicht bekannt. Die Magnetfelder lassen sich zudem umgehen: Halten Sie einen Abstand von 5 - 10 cm ein und bedecken Sie die jeweilige Zone vollständig mit einem entsprechend grossen Kochgeschirr. Verwenden Sie nur Töpfe und Pfannen, die vom Hersteller als geeignet für Induktionsherde deklariert sind. Wer einen Herzschrittmacher oder einen implantierten Defibrillator trägt, sollte die Verwendung eines Induktionskochherdes ärztlich abklären.

Kann ich mit meiner Solaranlage einen Stromausfall überbrücken?

Nein. Photovoltaikanlagen produzieren Gleichstrom, der durch einen Wechselrichter in den im Haushalt üblichen Wechselstrom umgewandelt wird. Der Wechselrichter muss synchron zur Netzspannung laufen, damit er Sonnenstrom ins Netz einspeisen kann. Er benötigt deshalb die Netzspannung als "Führung". Bei einem Stromausfall fehlt die Netzspannung, weshalb die Solaranlage keinen Strom abgibt. Etwas anderes sind Photovoltaikanlagen, die im Inselbetrieb arbeiten, z.B. in abgelegenen Berghütten.