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Energieerzeugungsanlagen

Daten + Fakten

Mit Einführung der Förderprogramme (Mehrkostenfinanzierung ab 2005, Kostendeckende Einspeisevergütung ab 2009 und Einmalvergütung ab 2014) hat insbesondere die Anzahl Photovoltaikanlagen (PVA) im Versorgungsgebiet der a.en sprunghaft zugenommen.

Ein anderes Bild zeigt sich hingegen, wenn die Jahresproduktion je Anlagetyp betrachtet wird. Denn PVA produzieren vor allem in den Sommermonaten Strom; Windkraftwerke an geeigneter Lage insbesondere im Herbst und im Frühling. Biomasseanlagen produzieren meist Bandenergie. Blockheizkraftwerke werden zu Heizzwecken betrieben, der dadurch produzierte Strom ist ein Nebenprodukt und wird dadurch insbesondere in den Wintermonaten produziert. Reine Bandenergie produzieren Kleinwasserkraftwerke, sofern die Wassermengen konstant und genügend ist. In beiden Grafiken nicht enthalten sind die grossen Aare-Wasserkraftwerke, welche ihre Produktionsmengen ebenfalls ins Stromnetz der a.en einspeisen.

Anschlussmodelle und Messung

Für Energieerzeugungsanlagen (EEA) im Parallelbetrieb mit dem Stromversorgungsnetz bestehen die zwei nachfolgend beschriebenen Anschlussmodelle.

  • Direktvermarktung

    Prinzipschema

    Das Anschlussmodell Direktvermarktung eignet sich für Produzenten, welche den produzierten Strom vollumfänglich an den Netzbetreiber abgeben möchten. Dieses Modell steht allen Produzenten offen. Es lohnt sich insbesondere dann, wenn die produzierte Energie kaum oder gar nicht selber verwendet werden kann.

  • Eigenbedarfsdeckung

    Prinzipschema kleiner oder gleich 30 kVA

    Das Anschlussmodel Eigenbedarfsdeckung (auch Eigenverbrauch) eignet sich für Produzenten, welche den produzierten Strom in erster Linie selber verwenden wollen und nur die überschüssige Energie an den Netzbetreiber abgeben. Dieses Modell steht allen Produzenten offen. Es lohnt sich insbesondere dann, wenn ein grosser Anteil der produzierten Energie direkt selber verwendet werden kann.

  • Eigenbedarfsdeckung

    Prinzipschema grösser 30 kVA

    Das Anschlussmodel Eigenbedarfsdeckung (auch Eigenverbrauch) eignet sich für Produzenten, welche den produzierten Strom in erster Linie selber verwenden wollen und nur die überschüssige Energie an den Netzbetreiber abgeben. Dieses Modell steht allen Produzenten offen. Es lohnt sich insbesondere dann, wenn ein grosser Anteil der produzierten Energie direkt selber verwendet werden kann.

Messeinrichtungen

Bei beiden Anschlussmodellen werden sämtliche für die Verrechnung relevanten Messeinrichtungen durch den Netzbetreiber geliefert und betrieben. Der Aufwand für diese Messeinrichtungen sowie die Datenbereitstellung gehen zulasten des Produzenten. EEA mit einer Anschlussleistung > 30 kVA müssen zwingend mit einer Lastgangmessung mit automatischer Datenübermittlung ausgerüstet sein. Zusätzlich müssen EEA > 30 kVA mit dem Anschlussmodell Eigenbedarfsdeckung (2b) zwingend über eine Untermessung (HKN-Zähler) mit automatischer Datenübermittlung verfügen, an welchem ausschliesslich die EEA angeschlossen ist.

Projektierung und Betrieb

Für die Projektierung von EEA im Parallelbetrieb mit dem Stromversorgungsnetz ist nachfolgender Ablauf einzuhalten. Detaillierten Informationen dazu finden Sie in unseren Technischen Anschlussbedingungen für Energieerzeugungsanlagen (TAB EEA).

  1. Anschlussgesuch für EEA (mind. 3 Monate vor Installationsbeginn)

  2. Installationsanzeige (mind. 3 Monate vor Installationsbeginn)

  3. Installation der EEA

  4. Offizielle Inbetriebnahme, Abnahme und Kontrolle der EEA

  5. Netzanschluss- und Netznutzungsvertrag für die EEA

  6. Beglaubigung der EEA

  7. Betrieb der EEA

  8. Erweiterung / Ersatz der EEA

  • Wir empfehlen, sämtliche Dokumente und Vorgänge frühzeitig einzureichen bzw. zu melden. Bauen Sie Ihre EEA vorzugsweise spätestens zwei Monate vor einer Absenkung der KEV bzw. EIV. Denn vor einer solchen Absenkung kann es sowohl bei der Inbetriebnahme, Abnahme und Kontrolle, als auch bei der Beglaubigung zu Engpässen kommen. In diesem Zeitraum gilt, wer zuerst kommt wird zuerst bedient; eine offizielle Inbetriebnahme ist in diesem Zeitraum nicht garantiert.

  • Wir empfehlen, unsere Technischen Anschlussbedingungen für Energieerzeugungsanlagen (TAB EEA) minutiös umzusetzen. Werden bei der Abnahme Mängel festgestellt, müssen diese zunächst beseitigt und ein neuer Termin für die Inbetriebnahme, Abnahme und Kontrolle vereinbart werden. Im Zeitraum vor einer Absenkung ist es meist nicht mehr möglich, einen zweiten Termin zu finden, mit der Folge, dass die EEA erst nach der Absenkung in Betrieb geht.

Förderung und Vergütung

Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) und Einmalvergütung (EIV) des Bundes

Aarestrom-Fonds

Das Gesuch für einen Förderbeitrag aus dem Aarestrom-Fonds kann eingereicht werden an:
Aarestrom-Fonds, Postfach 117, 4601 Olten

Physikalische Energie

Die physikalische Energie einer EEA aus erneuerbaren Energien muss vom Netzbetreiber abgenommen und vergütet werden. Die Vergütung der physikalischen Energie ist unabhängig vom Anlagetyp oder der Grösse der EEA.

Herkunftsnachweise (HKN) / Ökologischer Mehrwert

EEA, welche aus erneuerbaren Energien Strom erzeugen, können Herkunftsnachweise (HKN / ökologischer Mehrwert) generieren. Die a.en übernimmt bei Bedarf den ökologischen Mehrwert von EEA zu fairen Preisen. Eine Abnahmepflicht des Netzbetreibers besteht nicht. Der ökologische Mehrwert kann vom Produzenten auch an Dritte verkauft werden, zum Beispiel über die Ökostrombörse Schweiz (www.oekostromboerse-schweiz.ch). EEA mit KEV-Förderung treten den HKN als Gegenleistung ab und können den HKN nicht verkaufen.
 

  • Der Verkauf von HKN einer EEA setzt immer voraus, dass die EEA beglaubigt und auf dem HKN-System der Swissgrid aufgeschaltet ist. Zusätzlich muss die Übertragung der HKN vom HKN-Konto des Produzenten auf das HKN-Konto der AVAG bzw. der sbo eingerichtet sein.

  • Informationen über die Voraussetzungen, um HKN verkaufen zu können: Merkblatt "EEA - Beglaubigung"

  • Informationen über die Vergütung der physikalischen Energie und HKN: Tarif- und Preisinformationen für EEA

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