Daten + Fakten
Sanieren leicht gemacht
Wo früher Kochgas verwendet wurde, reicht die Kapazität der bestehenden Leitungen fast immer auch für eine Gasheizung aus. Das ehemalige Stadtgas hatte nur den halben Heizwert des heute üblichen Erdgases. So kann mit der gleichen Leitung jetzt mehr Energie transportiert werden.
Wo bisher elektrisch geheizt wurde, besteht kein Kamin. Aber auch das ist kein Hinderungsgrund für die Umstellung auf Erdgas. Als kostengünstige Lösung kommt eine Abgasleitung aussen am Gebäude oder eventuell sogar im Lifthäuschen in Frage.
Ein besonders vorteilhafter Standort für die Erdgasheizung ist der Dachstock. So kann man die bei einer Heizungserneuerung fast immer nötige teure Sanierung des Kamins durchs ganze Haus sparen. Der ehemalige Kamin kann unter Umständen sogar zum kostengünstigen Technikkanal für die Gas- und Heizungswasserleitung umfunktioniert werden.
Platz gewinnen
Früher gehörte die Heizung in den Keller, weil Geräusche und Vibrationen dort am wenigsten störten, und weil Kohle und Heizöl eben im Keller gelagert werden mussten. Moderne Erdgasheizungen sind so klein und so geräuscharm, dass sie praktisch an jedem beliebigen Ort im Haus installiert werden können: im Gang, unter der Treppe (siehe Bild), im Bad oder unterm Dach. Da für Erdgasheizungen bis 70 kW Leistung kein separater Heizraum nötig ist und Erdgas weder einen Tank noch einen Tankraum braucht, lässt sich der freiwerdende Raum anderweitig nutzen - zum Beispiel für einen Hobbyraum, einen Weinkeller oder eine Sauna.
Kondensationstechnik
Über 80% der heute verkauften Gaskessel haben Kondensationstechnik, in Deutschland Brennwert-technik genannt. Diese Kessel nutzen durch Kondensation des Abgas-Wasserdampfs den Brennwert von Erdgas, während konventionelle Kessel nur den Heizwert nutzen. Das spart bis über 15% Energie.
Checkliste: Prüfen Sie folgende Punkte in Ihrem Heizraum
Haben Sie die Fragen mehr als zweimal verneinen müssen, dürfte Ihre Heizung dem heutigen Umweltstandard und/oder Stand der Technik nicht mehr entsprechen. Es lohnt sich, mit uns Kontakt aufzunehmen.
- Beträgt die Raumtemperatur im Heizraum unter 18°C?
- Sind die Rohrleitungen vom Kessel in die Stockwerke und zum Boiler isoliert?
- Wird die Verschalung Ihres Kessels höchstens handwarm, wenn er eingeschaltet ist?
- Ist die Leistung auf dem Typenschild Ihres Kessels/Brenners in kW angegeben?
- Wird Ihre Anlage automatisch gesteuert (Innen- oder Aussenthermostat)?
- Läuft Ihr Brenner bei Aussentemperaturen über 0°C nach dem Einschalten mehr als 3 Min. an einem Stück, bis er wieder abschaltet?